Man kann einen Subversion (SVN) Server entweder über das WebDAV Modul von Apache laufen lassen oder standalone (ein eigener Prozess).
In diesem Howto wird der standalone Weg beschrieben.

Zuerst sollte man Subversion installieren (auf Server und den Clients). Es wird bei den meisten Distributionen bereits mitgeliefert und befindet sich im Paket "subversion" o.Ä.

Auf der Serverseite werden dann folgende Schritte abgearbeitet:

1. Repository anlegen
svnadmin create /foo/bar
Mit diesem Befehl wird unter /foo/bar ein neues Repository und was dazu benötigt wird angelegt.
Zu beachten ist, dass das Verzeichnis vorher nicht existieren sollte und dass der User unter dem der SVN-Server läuft Schreibrechte darin hat.
Wichtig: Kein anderer User sollte darin Schreibrechte haben und es sollte nicht über einen Webserber o.Ä. erreichbar sein (da dort u.a. Passwörter abgelegt werden).

2. Server konfigurieren
cd /foo/bar/conf
In das Unterverzeichnis "conf" innerhalb des erstellten Repositories wechseln (dort sind Passwörter und Einstellungen abgelegt).
Dort mit einem beliebigen Text-Editor die Datei "passwd" öffnen.
Unterhalb der "[users]" Zeile eine neue Zeile einfügen mit dem Inhalt:
username = passwort
... und abspeichern.
Danach die Datei "svnserve.conf" bearbeiten und bei der Zeile "# realm = ..." das #-Zeichen entfernen und einen beliebigen Namen für das Repository vergeben (wie er z.B. auch von webbasierten Viewern angezeigt wird).
Die beiden Zeilen anon-access und auth-access sollten selbsterklärend sein (Zugriffsrechte für anonyme und authentifizierte Benutzer). Soll beispielsweise anonymer Lesezugriff aufs
Repository verboten werden, muss anon-access auf "none" gestellt werden.

3. Server starten
cd /foo/bar
svnserve -d -r /foo

Zuerst ins Verzeichnis des Repository wechseln und den Server starten. Der Parameter -d bewirkt, dass der Server als Dämon läuft (im Hintergrund), standardmäßig auf Port 3690.
Der Parameter -r /foo setzt das Root-Verzeichnis des Servers und bestimmt unter welcher Adresse (bzw. Pfad) der Client zugreifen kann.
Ohne eine Angabe des -r Parameters würde die Adresse so aussehen: svn://username@hostname/foo/bar
Durch "-r /a/b/c/d/e/svn" verkürzt sich die URL so beispielsweise von svn://localhost/a/b/c/d/e/svn auf svn://localhost/

Der Server läuft nun und ist einsatzfähig.

4. Initialer Import (vom Client aus) und Checkout
Bevor mit einem Checkout begonnen werden kann, muss erst einmal etwas vorhandenes importiert werden:
svn import projektverzeichnis/ svn://username@hostname/repository -m "Initial import."
Der Parameter -m schreibt eine Nachricht ins Log. Bei anonymem Zugriff kann natürlich der "username@" Teil weggelassen werden.
Mit folgendem Befehl kann das Repository dann heruntergeladen werden:
svn co svn://username@hostname/repository


Eine genauere Erklärung des Subversion-Clients befindet sich in einem anderen Howto .