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Thema: Woche vom 29.05.2006 bis 04.06.2006

  1. #1
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    Woche vom 29.05.2006 bis 04.06.2006

    <h3 style="text-decoration:underline;">Neu Alpha-Version von Firefox 2</h3>
    <p style="margin-left:2em;">Die Entwickler der Mozilla-Foundation haben die dritte Vorabversion von Mozilla Firefox 2 ver&ouml;ffentlicht.

    Wie auch die beiden vorhergehenden Alphas, ist auch diese Version vor allem f&uuml;r Entwickler gedacht. Sie dient vor allem dazu Fehler im Code zu finden und den Mozilla-Entwicklern zu melden und neue Funktionen vorzustellen, damit die Entwickler der Erweiterungen ihre Extensions anpassen k&ouml;nnen.</p>

    <h3 style="text-decoration:underline;">Kritische Schwachstelle in Open-Xchange</h3>
    <p style="margin-left:2em;">Der Exchange-Server Open-Xchange enth&auml;lt zumindest in der freien Variante eine kritische Schwachstelle, die bei der Installation angelegt wird.

    Bei der Installation des Exchange-Servers legt die Software ein Konto f&uuml;r die im Hintergrund arbeitende LDAP-Datenbank an, welches ein festes Passwort bekommt und zu allem &Uuml;berfluss auch noch eine Login-Shell /bin/bash bekommt.

    &Uuml;ber diesen Account k&ouml;nnen Angreifer sich auf dem IMAP-Daemon einloggen und m&ouml;glicherweise Schwachstellen des Daemons ausnutzen, die dieser in &auml;lteren Versionen hat.

    Als Massnahme empfiehlt es sich die Login-Shell des Nutzers <span style="font-style:italic;">mailadmin</span> auf /bin/false zu setzen und das Passwort zu &auml;ndern.</p>

    <h3 style="text-decoration:underline;">PC-BSD 1.1 zum Download freigegeben</h3>
    <p style="margin-left:2em;">Wenige Wochen nach der Freigabe der Version PC-BSD 1.0 haben die f&uuml;r das Projekt verantwortlichen Entwickler die Version PC-BSD 1.1 zum Download freigegeben.

    Notwendig wurde die Freigabe von PC-BSD 1.1, weil sich Netzwerk-Adapter von Nvidia mit dem Release 1.0 nicht mit DHCP einrichten lie&szlig;en. Mit Version 1.1 ist dies jetz m&ouml;glich und der Netzwerkmanager wird nach der Konfiguration neu gestartet.

    Als Neuerung kann der Kernel bei Version 1.1 jetzt auch DRM (Direct Rendering Module) und der Kernel hat integrierte Treiber f&uuml;r Graifkkarten von Ati.

    Die Variante PC-BSD basiert auf FreeBSD 6.1 und ist ausdr&uuml;cklich f&uuml;r den Einsatz am Desktop gedacht. Die aktualisierte Variante kann man als ISO- oder VM-Ware-Image von den Seiten des Projektes downloaden. Benutzer der Version PC-BSD 1.0 k&ouml;nnen mittels des integrierten Pakete-Managers auf die aktualisierte Version upgraden.</p>

    <h3 style="text-decoration:underline;">Erster Makro-Virus f&uuml;r StarOffice entwickelt</h3>
    <p style="margin-left:2em;">Die Entwickler von Kaspersky Labs haben den ersten Makro-virus f&uuml;r die B&uuml;ro-Suite StarOffice von Sun geschrieben.

    Es handelt sich dabei um ein sogenanntes Proof-of-Concept, das lediglich zeigen soll, dass es m&ouml;glich ist Makro-viren f&uuml;r die betroffene Suite zu schreiben. Der Virus ist in StarBasic geschrieben und enth&auml;lt keine wirkliche Schadroutine, l&auml;dt aber ein anz&uuml;gliches Bild aus dem Internet herunter.

    Der Exploid funktionier nur f&uuml;r die 5er Versionen von StarOffice, ist aber mit wenigen Modifizierungen auch f&uuml;r die sp&auml;teren 6er Versionen funktionst&uuml;chtig. Die 6er Versionen basieren auf derselben Code-Basis wie auch OpenOffice.org 2.</p>

    <h3 style="text-decoration:underline;">FreeBSD-Entwickler unterst&uuml;tzen Summer of Code</h3>
    <p style="margin-left:2em;">Entwickler des FreeBSD-Projektes treten erstmals am von Google veranstalteten &quot;Summer of Code&quot; als Mentor auf.

    Das FreeBSD-Projekt hat aus 120 Vorschl&auml;gen insgesamt 14 als besonders f&ouml;rderungswert erachtet und die Entwickler von FreeBSD treten bei diesen Projekten als Mentor auf. Unter diesen 14 Projekten befindet sich auch eines, das die Virtualiserungs-L&ouml;sung XEN f&uuml;r FreeBSD anpassen will.</p>

    <h3 style="text-decoration:underline;">Konkrete Pl&auml;ne f&uuml;r Debian &quot;Etch&quot; bekanntgegeben</h3>
    <p style="margin-left:2em;">Der Debian-Entwickler Andreas Barth hat in einem Statusbericht die f&uuml;r die kommende Debian-Version Debian &quot;Etch&quot; festgelegt, was das Projekt alles in die Version einbringen m&ouml;chte.

    Als wahrscheinlich wichtigste Neuerungen gelten der Umstieg auf GCC 4.1, Unterst&uuml;tzung von SELinux, Unterst&uuml;tzung von LFS (Large File Support), LSB-3.1-Konformit&auml;t, durchg&auml;ngige Unterst&uuml;tzung f&uuml;r IPv6 und ein neues Framework f&uuml;r Python.

    Als Termin f&uuml;r die Ver&ouml;ffentlichung wird weiterhin der 4. Dezember 2006 angegeben.

    Kritische Komponenten der Distribution sollen bereits Ende July gefreezed werden und der General Freeze soll ab 18. Oktober erfolgen.</p>

    <h3 style="text-decoration:underline;">TurboLinux jetzt offiziell weltweit erh&auml;ltlich</h3>
    <p style="margin-left:2em;">Die japanische Linux-Distribution wird jetzt auch ausdr&uuml;cklich weltweit vertrieben.

    Auf der Website des Unternehmens wird die Distribution mit dem Namen <span style="font-style:italic;">Turbolinux Fuji Version 11</span> f&uuml;r 39 US-Dollar zum weltweiten Verkauf angeboten.</p>

    <h3 style="text-decoration:underline;">Steuerverwaltung von Niedersachsen stellt auf Linux um</h3>
    <p style="margin-left:2em;">Die Steuerverwaltung des Landes Niedersachsen hat beschlossen die PCs der Mitarbeiter auf Linux umzur&uuml;sten.

    Linux ist bei der Steuerdirektion schon seit den fr&uuml;hen 90er Jahren in der Diskussion. Konkrete Planungen f&uuml;r die Umsetzung sind seit etwa 2 Jahren im Gang.

    Die Steuerverwaltung nutzt derzeit auf den Computern der Mitarbeiter Solaris.</p>

    <h3 style="text-decoration:underline;">KDE-Projekt ver&ouml;ffentlich Bugfix-Release</h3>
    <p style="margin-left:2em;">Die Entwickler des Desktop-Environments KDE haben ein Bugfix-Release f&uuml;r die aktuelle Version KDE 3.5 ver&ouml;ffentlicht.

    Mit diesem Release wurden &uuml;ber 800 Fehler behoben und entgegen der sonst &uuml;blichen Vorgehensweise flossen in dieses Release aber auch kleine Verbesserungen und Neuerungen. Die Ver&auml;nderungen betreffen vor allem KMail, KAlarm und Akregator.

    Daneben werden jetzt zwei weitere Sprachen, Kasachisch und Vietnamesisch, unterst&uuml;tzt.</p>

    <h3 style="text-decoration:underline;">Ubuntu &quot;Dapper Drake&quot; mit Langzeit-Support offiziell ver&ouml;ffentlicht</h3>
    <p style="margin-left:2em;">Die Linux-Distribution Ubuntu 6.0.6 LTS &quot;Dapper Drake&quot; wurde mit sechsw&ouml;chiger Versp&auml;tung jetzt offiziell freigegeben.

    Das besondere an der Version mit dem K&uuml;rzel <span style="font-weight:bold;">LTS</span> ist der sogenannte Langzeit-Support. Durch diesen verl&auml;ngerten Support ist diese Version besonders auch f&uuml;r den Einsatz auf Servern in Unternehmen gedacht.

    Man kann sich die Version von den Servern des Projektes herunterladen.</p>

    <h3 style="text-decoration:underline;">Snort erkennt bestimmte Angriffe nicht als Angriff</h3>
    <p style="margin-left:2em;">Das Intrusion Detection System (IDS) Snort erkennt bestimmte Angriffe nicht als solche.

    Es handelt sich dabei um eine bestimmte Angriffsform, die &uuml;berfl&uuml;ssige Carriage Returns (\r) in URI-Anweisungen verwendet. In URI-Anweisungen sind Carriage Returns jedoch nicht &uuml;blich.

    Ein Angriff mit solchen &uuml;berfl&uuml;ssigen \r-Befehlen sind nur auf den Apache m&ouml;glich, da der Apache der einzige Server ist, der die &uuml;berfl&uuml;ssigen Anweisungen verdauen kann.

    Am Montag, den 5. Juni soll ein Patch f&uuml;r Snort 2.4.5 und Snort 2.6.0 ver&ouml;ffentlicht werden, der es Snort erm&ouml;glicht derartige Attacken zu erkennen.</p>

    <h3 style="text-decoration:underline;">Support f&uuml;r Debian Woddy n&auml;hert sich dem Ende</h3>
    <p style="margin-left:2em;">Die Entwickler der Linux-Distribution Debian geben bekannt, dass es ab dem 30. Juni 2006 keine Patches mehr f&uuml;r die Version Debian &quot;Woody&quot; erscheinen werden.

    Patches, die vor diesem Datum erschienen sind, werden jedoch noch bis zum 30. Dezember auf security.debian.org zum Download bereitstehen.</p>

    <h3 style="text-decoration:underline;">64-Bit-Version von Xandros-Server verf&uuml;gbar</h3>
    <p style="margin-left:2em;">Der Linux-Distributor Xandros hat im April eine Server-Version vorgstellt und bietet f&uuml;r diese Variante jetzt auch eine Version an, die 64-Bit Prozessoren von AMD und Intel unterst&uuml;tzt.

    Nutzer, die die 32-Bit-Version kauften, k&ouml;nnen auf die 64-Bit-Version kostenlos updaten.</p>

    <h3 style="text-decoration:underline;">Aktualisierte Thunderbird- und Firefox-Versionen</h3>
    <p style="margin-left:2em;">Die Entwickler der Mozilla-Foundation haben neue, fehlerbereinigte Versionen ihrer Produkte Firefox und Thunderbird ver&ouml;ffentlicht.

    Mit den Versionen Mozilla Firefox 1.5.0.4 und Mozilla Thunderbird 1.5.0.4 werden diverse Sicherheits- und Stabilit&auml;tsprobleme behoben.

    Die aktualisierten stehen auf den Seiten des Projektes f&uuml;r die Betriebssysteme Linux, Mac OS und Windows in verschiedenen Sprachen, darunter Deutsch, zum Download bereit.


    Auch das Projekt Seamonkey hat aktualisierte Versionen seines Produktes zum Download bereitgestellt.</p>

    <h3 style="text-decoration:underline;">MySQL-Entwickler stopfen Injection-L&uuml;cke</h3>
    <p style="margin-left:2em;">Die Entwickler der Datenbank-Software MySQL haben eine sogenannte SQL-Injection-L&uuml;cke gestopft.

    Die L&uuml;cke betrifft die Funktion mysql_real_escape_string(), die nicht alle Zeichen einer Multibyte-Zeichenkette richtig filtert und mit Escape-Zeichen unsch&auml;dlich macht.

    Das Update soll dieses Problem beheben. F&uuml;r Anwender, die das Update nicht installieren k&ouml;nnen, geben die Entwickler den Ratschlag die Datenbank im SQL-Modus <span style="font-style:italic;">NO_BACKSLASH_ESCAPE SQL</span> zu betreiben.</p>

    <h3 style="text-decoration:underline;">Red Hat will auf JBoss umsteigen</h3>
    <p style="margin-left:2em;">Der amerikanische Linux-Distributor Red Hat bekanntgegeben, dass er in Zukunft als Applikations-Server nicht mehr auf die Software Jonas setzen wird, sondern stattdessen JBoss verwenden will.

    Diese Information hat Red Hat-Chef Matthew Szulik auf dem Red Hat Summit 2006 bekanntgegeben.</p>

    <h3 style="text-decoration:underline;">Gefahr von popen() und proc_open()</h3>
    <p style="margin-left:2em;">Die Funktionen popen() und proc_open() bei PHP waren in den letzten Tagen vermehrt Ziel von Angriffen auf Webserver.

    Offenbar nutzen Angreifer mehr oder weniger unsicher konfigurierte Webserver mit unsicher geschriebenen Scripten aus um sogenannte Defacements am Webauftritt der Sites vorzunehmen.

    Die Funktionen popen() und proc_open() werden in der Regel eher seltener genutzt und sind auch eher schlecht als recht dokumentiert.

    Als Abhilfe wird empfohlen, dass man folgenden Eintrag in der php.ini macht:

    <span style="font-family:courier; margin-left:4em;">disable_functions = show_source, system, shell_exec, passthru, exec, phpinfo, popen, proc_open</span>

    Gro&szlig;e Projekte die diese Funktionen nutzen, sind mediaWiki und eGroupware. Jedoch funktionieren diese Umgebungen wohl weiterhin, wenn die Funktionen deaktiviert sind.</p>

    <h3 style="text-decoration:underline;">Drupal-Entwickler bringen Fix f&uuml;r den Fix</h3>
    <p style="margin-left:2em;">Die Entwickler des OpenSource-CMS Drupal bringen nach nur einer Woche einen Bugfix f&uuml;r einen den Fix heraus.

    Der Fix soll eine Cross-Site-Scripting-L&uuml;cke im CMS stopfen.</p>

    <h3 style="text-decoration:underline;">Knoppix 5 ver&ouml;ffentlicht</h3>
    <p style="margin-left:2em;">Die Entwickler der Live-CD Knoppix haben die Version 5 zum Download freigegeben.

    Die Version 5 soll einige Verbesserungen insbesondere bei der Hardwareerkennung erfahren haben und den Kernel 2.6.17, X.org 7.0, KDE 3.5.2, GNOME 2.12 und OpenOffice 2.02 enthalten.

    Das Image f&uuml;r die CD ist 713 MB gro&szlig; und kann von den bekannten Stellen heruntergeladen werden.</p>

    <h3 style="text-decoration:underline;">HP bot mit Funlove verseuchte Treiber zum Download</h3>
    <p style="margin-left:2em;">Der bekannte Hardwareproduzent HP hat vergangene Woche ein Verzeichnis mit Treibern angeboten, wo s&auml;mtliche Dateien mit dem Virus Funlove verseucht waren.

    Die verseuchten Archive wurden am 31. Mai von rum&auml;nischen Forschern entdeckt und im Laufe des 1. Junis aus den Verzeichnissen entfernt.

    Von HP selber ist keine Stellungnahme zu dem Vorfall zu bekommen. Weder wie die Archive auf den Server kamen, noch wieviele Kunden virenverseuchte Treiber gedownloadet haben k&ouml;nnten.</p>

    <!--<h3 style="text-decoration:underline;">Interessante Artikel auf Golem.de</h3>
    <ul>
    [/list]-->

    <!--<h3 style="text-decoration:underline; font-weight:bold;">Neue und aktualisierte Software:</h3>
    <ul>[*]Parted 1.6.24
    [/list]-->

    <!--<h3 style="text-decoration:underline;">SCO vs. IBM,Novell und die Linux-Community: Wurde unrechtm&auml;ssig Code aus Unix System V nach Linux transferiert?</h3>
    <ul>[*]Lang lebe Unix[/list]-->

    <h3 style="text-decoration:underline;">Interessante Begebenheiten und Anekdoten aus der Netzwelt</h3>
    <p style="margin-left:2em; text-indent:-2em;">Verbraucherzentrale mahnt Antispam-Website ab

    Die Verbraucherschutzzentrale NRW hat eine Website die gegen Spam auftritt abgemahnt.

    Hintergrund f&uuml;r die Aktion ist ein Artikel der Verbraucherschutzzentrale, der in diesem Forum wortw&ouml;rtlich zitiert wurde.

    N&auml;here Informationen und weiterf&uuml;hrende Links, unter anderem zu dem Artikel auf heise.de, findet ihr in Actros Weblog.</p>

    <p style="margin-left:2em; text-indent:-2em;">Hartz IV-Software verursacht 28 Millionen Euro Schaden

    Die Fehler im Berechnungsalgorithmus der Hartz-4-Software haben die Bundesregierung bares Geld gekostet.

    Schon allein der Fehler mit den fehlerhaft &uuml;berwiesenen Krankenkassenbeitr&auml;gen hat die Bundesregierung 28 Mio. Euro gekostet. Die Herstellerfirma der Software muss aber nur zu 5 Mio. Euro haften.

    Genaueres und mehr Informationen kann man im Artikel auf heise.de nachlesen.</p>

    <p style="margin-left:2em; text-indent:-2em;">Geplante GEZ-Abgabe auf PCs erzeugt weitere Proteste

    Die von der GEZ geplante Abgabe auf internetf&auml;hige PCs (was praktisch jeden PC betrifft), st&ouml;&szlig;t weiterhin auf Widerstand.

    Diesmal meldet die Handwerkskammer Magdeburg protest an. Die Handwerkskammer ist der Meinung, dass eine derartige Abgabe nicht gerechtfertigt ist, denn in den meisten Firmen würde gar nicht gen&uuml;gend Zeit sein um fernzusehen oder Radio zu hören.

    Inzwischen wurde von der Vereinigung der Rundfunkgeb&uuml;hrenzahler Verfassungsbeschwerde vor dem Verfassungsgericht in Karlsruhe gegen die geplante &Auml;nderung eingelegt. Die Vereinigung ist der Ansicht, dass es erstmalig unm&ouml;glich sei der Geb&uuml;hr zu entgehen, da erstmals unverzichtbare Gebrauchsgegenst&auml;nde mit der Geb&uuml;hr belastet werden.</p>

    <p style="font-style:italic;">Quellen: heise.de, Pro-Linux.de, Softwarenews zusammengetragen von deki, Golemnews zusammengetragen von Jay2k1</p>

  2. #2
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    352
    Da hab ich ja als Auszubildender und noch bei den Eltern wohnender Jugendlicher das Glück, dass ich noch keine GEZ Gebühren zahlen muss.
    Aber trotzdem is das ne Sauerei ... irgendwann muss man noch Gebühren zahlen, wenn man aufs Klo will ... Bitte werfen Sie 10 Cent ein, um diese Klo nutzen zu können. PFFF.
    Die denken auch wir scheißen das Geld.
    Wenn ein Linuxaner auf einen Windowsaner trifft, kann es nur zum Streit kommen. (Spruch, Ausbilder)

  3. #3
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    Wenn die GEZtapo drei mal klingelt.

    Populäre Mythen über die GEZ widerlegt:
    Wenn die GEZtapo drei mal klingelt.


    Ich bin vor Jahren aus der Fernsehsekte ausgetreten. Ich habe persönlich nichts gegen kreuzbigotte Fernsehpastoren, Quiz-Sendungen für mental Ausgebombte, Serienstars mit Fressen von der Resterampe oder Wiederholungen von Bergdoktorensendungen der Mittachtziger. Mich stört es auch nicht, dass in der Kiste jeden Tag ein Programm ausgestrahlt wird, das gegen die EU-Richtlinien zur humanen Zuschauerhaltung verstößt.

    Ich finde es sogar OK, dass abgehalfterte Fleischruinen ohne erkennbare zerebrale Restaktivitäten eine letzte gut dotierte Heimat in meinem flimmernden Wohnzimmermöbel finden. Was mich aber definitiv stört, ist dass mein unter Blut und Tränen verdientes Geld von diesen Menschen aufs breit Grinsensde verbrannt wird.

    So wie mir geht es - grob geschätzt - 80% der bundesdeutschen Bevölkerung. Leute, die bei der Gustation öffentlich rechtlicher Sender harte Nieren und weichen Schanker bekommen. Leute, die aber trotzdem jeden Monat treudämlich ihre GEZ-Gebühren abdrücken, weil sie sich nicht trauen, aus der Gemeinschaft der Gebührenzahler auszutreten. Irgendwie ist es ja nicht so schlimm und für einen guten Zweck und außerdem: Was ist, wenn man beim Schwarzschauen erwischt wird?

    Um diesen Menschen, die Schwellenangst vor dem Schritt in die Gebührenfreiheit zu nehmen, hier mein kleines FAQ. Es soll die wichtigsten Mythen über die GEZ widerlegen und einfach für mehr innere Ruhe und Erbauung beim wohlverdienten Schwarzsehen sorgen.

    So schlimm ist es nicht, Gebühren zu zahlen. Mein Geld wird ja sinnvoll verwendet. Oder?
    Ihr hart erarbeitetes Geld wird so hart verbrannt, Ihnen würde salziges Pipi in den Augen stehen, wenn Sie wüssten, was damit passiert. Die GEZ gönnt sich für das Einsammeln des Geldes allein schon über 100 Mio. Euro Verwaltungskosten pro Jahr. Wissenschaftler rätseln, wohin das Geld geht. Selbst wenn sich jedes Mitglied des zehnköpfigen Verwaltungsrats der GEZ fünf sturzteure Koksnutten à 20.000 Euro pro Monat hält, erklärt das gerade mal die Verwendung von 15% des Geldes. Eine Theorie geht dahin, dass die GEZ in ihren Kölner Bunkern mit Hilfe von Aliens ein münzbetriebenes Zwangsfernsehgerät entwickelt, das vom Besitzer mit Geld gefüttert werden muss und ihn zwingen kann zuzusehen.

    Aber das Geld, das dann an die Sendern geht, wird für fundierte Information und gehobene Unterhaltung ausgegeben?
    Sie werden doch nicht im Ernst annehmen, dass die Masse des Geldes in irgendwelche hintergründigen Polit- und Satiressendungen geht, die von Harald Schmidt und den anderen öffentlich-rechtlichen Schlaubischlümpfen moderiert werden? Etwa die Hälfte Ihrer Gebühren fließt nach Hollywood, in den Fußball und in Serien. Das schaffen die privaten Sender auch ohne Gebühren. Die andere Hälfte wird von Zigtausenden unkündbaren Rundfunksachbearbeiter verbrannt, die seit Jahrzehnten in den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten vor sich hinfermentieren, ohne irgendeinen flimmernden Output zu produzieren. Es gibt also absolut keinen Grund, Gebühren zu erheben.

    Das Programm der Privaten ist doch noch viel trashiger.
    Natürlich. Danken Sie täglich Ihrem Schöpfer, dass noch kein Politiker auf die Idee gekommen ist, Sie zu zwingen, für RTL Gebühren zu zahlen, täglich bei 9Live anzurufen oder Zwangsshopping auf HSE zu betreiben.

    Ich kann mich doch nicht einfach abmelden, wenn ich meinen Fernseher noch nutzen will.
    Doch. Die Tagesschau am Abend nach der Abmeldung sorgt für ein besonders wohliges, reuedurchflutetes Gefühl. Kenner vergleichen es mit einer Klöppelstunde bei der Ex.

    Die GEZ hatte mich eine Zeit lang vergessen. Aber neulich habe ich einen Brief ihr bekommen: Ich muss mich anmelden, sonst drohen sie mir mit "weiteren Schritten". Zumindest muss ich ihnen antworten, dass ich kein Rundfunkteilnehmer bin.
    Nope. Dieser Brief möchte von Ihnen in den Mülleimer eingeführt werden. Was soll die GEZ denn machen? Sie kidnappen, nach Köln transportieren, in siedendem Wasser das Fett aus Ihnen rauskochen und für die ölbetriebene Studiobeleuchtung von Radio Bremen verwenden? Die GEZ kann gar nichts machen und hat nach den Drohbriefen nur noch eine eklige Eskalationsstufe: Einen ihrer Schergen vorbeizuschicken.

    Wenn der GEZ-Beamte kommt, darf er meine Wohnung kontrollieren, um festzustellen, ob ich Radios oder Fernsehgeräte besitze.
    Nein. Der GEZ-Scherge ist ein freiberuflicher Provisionsjäger, der in den Kellern der GEZ-Zentrale aus Elektroschrott, Altöl und Tierhäuten zusammengebastelt wurde. Er besitzt keinerlei irgendwie gearteten amtlichen Befugnisse. Rechtlich steht der Scherge auf der selben Ebene wie ein Zeuge Jehovas oder eine Zeitschriftendrückerkolonne und muss natürlich nicht in die Wohnung gelassen werden. Biologisch residiert er auf der nach unten offenen Evolutionsskala irgendwo zwischen Schuppe und Fell. Wenn es noch ein Primat der Primaten in Deutschland gäbe, hätte er vielleicht das Recht, vor der Tür stehende Mülltüten leer zu fressen, aber keinesfalls dürfte er das Wort an den Hausherrn richten.

    Wenn ich lüge, werde ich mit modernster Technik überführt. Mit Hilfe von Peilwagen läßt sich feststellen, ob ich fernsehe.
    Hihi. Der graue Peilwagen. Der gehört der Telekom und spürt magnetische Störfelder auf. Der GEZ-Scherge kann von außen nicht mal feststellen, ob Sie einen Fusionsreaktor im Keller betreiben. Der Scherge ist allein mit schlechtsitzender Kleidung und einem stark heruntergetakteten Hirn bestückt. Das ausgefeilteste Stück Technik, das bei sich hat, ist sein Kugelschreiber. Seine einzige Waffe ist der Mundgeruch und die Angst des Deutschen vor Autoritäten. Also: Wenn er was vom Peilwagen erzählt, breit grinsend die Tür zuschlagen und versuchen, unvorsichtigerweise in die Wohnung hereinragende Tentakel des Schergen abzutrennen. Das Zeug sollte nicht in den normalen Müll, sondern muss bei hoher Hitze verbrannt werden.

    Wenn ich die Tür geöffnet habe und es läuft der Fernseher, muss ich mich für ca. zwei Generationen rückwirkend anmelden und den Freunden von der GEZ so in etwa den Gegenwert einer Vierzimmerwohnung überschreiben.
    Njet. Grundsätzlich: Falls man sie doch überführt, weil ein kreuzdämlicher Mitbewohner, überforderter Ehepartner oder geistig schwächelnder Nachwuchs zugegeben hat, dass die drei unangemeldeten Geräte in der Wohnung meist bis zum Anschlag durchglühen: Immer erst seit gestern. Ich wiederhole: Das Zeug läuft immer erst seit gestern. Yes.

    Also?
    Tja, was gibt es noch zu sagen? Ich schaue erfolgreich seit Jahren schwarz. Meistens glüht mein Fernseher privat, weil ich mir sage: Wenn schon pervers, dann richtig, umsonst und draußen: Also, Kriegsfilme und Western auf Kabel1. Wenn es bisschen mehr Blut sein soll, dann Giga-TV. SpongeBob auf SuperRTL und einmal im Jahr einen guten Amischinken auf Pro7. Ach ja, und nachts, wenn mein Bettlaken vor Einsamkeit seufzt, leisten mir die nackten Fitnessmäuschen auf DSF manchmal Einschlafhilfe.

    P.S.: Gut, ich habe jetzt wahrscheinlich wieder etwas übertrieben. Manchmal schaue ich doch ganz gerne Staatsfernsehen. Was ich wirklich super-knorke an den Öffentlich-Rechtlichen finde, ist die kleine Hampelfrau für Hörbehinderte, die auf Phönix die Sendungen in Gebärdensprache übersetzt. Manchmal, wenn sie eine Schreckensmeldung aus Nahost gebärdenverspracht, denke ich bei mir: Das mit den Anschlägen ist ein hartes Brot, aber Deine Gestik, kleine Maus, die macht mich rollig. Also, Baby, wenn Du das zufällig liest, ich hab Dich lang schon nicht mehr gesehen, schreib mir doch mal eine Mail!
    Erst wenn der letzte Auspuff kalt ist, der schönste LKW verboten, die erfahrendsten Fahrer bestraft sind, dann werdet Ihr erstaunt merken, daß Ihr Euer Essen und Euren Mist nicht selber fahren könnt.

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  4. #4
    Erfahrener Benutzer
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    einfach nur *kaputtlach* actrosdriver das gab 10points inner Bewertung.
    Wir sind glaube ich das einzige Land die so eine Gebühr haben.
    Naja wie meine Mutter schon sagte: "Der Deutsche Michel lässt sich alles gefallen."
    MfG Taddel

    ...wie Blaubarschbube immer meint zu Meerjungfraumann : "Du alter Sack"

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